Erfolgreiche Kooperation des Hilda-Gymnasiums mit dem Landesbibliothekszentrum

Gymnasiasten werden schon früh aufs wissenschaftliche Arbeiten vorbereitet – Praxisübungen statt Frontalunterricht kommen bei Jugendlichen gut an

Seit sechs Jahren besteht zwischen dem Koblenzer Hilda-Gymnasium und dem Landesbibliothekszentrum eine feste Kooperation zur Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz. Für ca. 240 Oberstufenschüler der Hilda-Schule begann das neue Schuljahr mit Bibliotheksführungen durch die Rheinische Landesbibliothek. Diese Führungen fanden im Rahmen eines Methodentrainings des Hilda-Gymnasiums statt.

Sämtliche Schülerinnen und Schüler der neuen Stufe 11 wurden in Gruppen durch die Räumlichkeiten der Bibliothek geführt, mit der Nutzung des Online-Katalogs vertraut gemacht und in die allgemeinen Benutzungsmodalitäten eingewiesen. Sie lernten den Bestand, Bestandsschwerpunkte, die Aufstellungsordnung und das Raumkonzept der Rheinischen Landesbibliothek kennen. An praktischen Beispielen eingeübt wurde die Benutzung des Online-Katalogs und der Digitalen Bibliothek.

Die Schülerinnen und Schüler der jetzigen Stufe 12 - die im vergangenen Schuljahr bereits die grundständige Bibliothekseinführung besucht hatten - wurden mit Schulbeginn in speziellere Suchmöglichkeiten eingewiesen: beispielsweise wurden die Aufsatz- und Artikelsuche über elektronische Fachdatenbanken erläutert und geübt sowie die Nutzung elektronischer Zeitschriften und die Fernleihe über das Datenbanksystem Digibib. Das Beherrschen dieser Hilfsmittel und Suchstrategien erleichtert den Schülern die Ausarbeitung der in der Oberstufe anstehenden Facharbeiten.

Initiiert hatte die Kooperation zwischen Schule und Bibliothek der Fachbereich Deutsch des Hilda-Gymnasiums, der Medien- und Informationskompetenz im Umfeld von Beruf und Studium für unverzichtbar ansieht. Durch die Einführung in die Benutzung einer wissenschaftlichen Universalbibliothek sollen die Schülerinnen und Schüler auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet und mit der Fülle des Informationsangebotes vertraut gemacht werden.

Aus Sicht beider Partner hat sich die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sehr bewährt und soll auch zukünftig fortgesetzt werden.

Susanne Deubel (Rheinische Landesbibliothek), September 2011