DS-Kurs MSS 11 im Schauspiel Düsseldorf: Der Sandmann (E.T.A. Hoffmann)

„Noch vor Wiedereröffnung im Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz: Der für seine originäre Ästhetik weltweit gefeierte Regisseur Robert Wilson und die britische Singer-Songwriterin Anna Calvi erwecken E. T. A. Hoffmanns düstere Schauermär »Der Sandmann« zu neuem Leben. Die 1816 erschienene, psychologisch fein gezeichnete Erzählung nimmt ihren Ausgang von einem frühkindlichen Trauma: Der Vater des kleinen Nathanael, ein heimlicher Alchemist, verunglückt bei einer Explosion. Der Junge glaubt, das tragische Ereignis müsse mit dem Sandmann in Verbindung stehen, von dem die Mutter oft erzählt. Er streut Kindern, die nicht schlafen wollen, Sand in die Augen, bis diese ihnen blutig zum Kopf herausspringen. Eine grausige Gutenachtgeschichte, die Nathanael fortan nicht mehr loslässt. Verzauberte Augengläser, lebendige Puppen und magisches Feuer – Robert Wilsons feinsinnige Lichtkompositionen, präzise Bewegungsabläufe und kühne Bühnenbilder lassen die Grenze zwischen Realität und Wahn verschwimmen. Anna Calvis dramatischer Rock setzt dazu den musikalischen Kontrapunkt.“ So lautet die Information auf der Homepage des Düsseldorfer Schauspielhauses.
 
Der DS-Kurs 11 näherte sich mit unterschiedlichen spielerischen Aufgabenstellungen sowie mit der Lektüre der Erzählung, auch mit der Auseinandersetzung mit einem für das Verständnis  der Arbeitsweise Robert Wilsons sehr wichtigen Schauspieltheoretiker,Gordon Craig, auf vielfältige Weise an die Inszenierung an und ist sehr gespannt auf die Vorstellung.
 
Ursula Hartmüller
Foto:  Lucie Jansch

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