Hilda-Schüler als Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag

Im Anschluss übernahm dann u.a. Johanna Deckers als Landtagspräsidentin die Leitung und leitete zusammen mit ihren Kolleginnen die Beratungen und Abstimmungen über die insgesamt vier Anträge der Schülerfraktionen, welche jeweils nach der Reihe und ergänzt durch die Stellungnahmen der realen Staatssekretäre der jeweils angesprochenen Ministerien diskutiert wurden.

Für die Fraktion der Klasse 10.3, der „Partei für bessere Bildung“, stellte die Fraktionsvorsitzende Emma Piel äußerst souverän und überzeugend den Antrag für noch mehr Alltagswissen im Schulunterricht vor. Trotz vieler Nachfragen der anderen Fraktionen zeigten die SchülerInnen in der folgenden Debatte über den von ihnen intensiv entwickelten Gesetzentwurf ihr ganzes Herzblut, sodass jegliche Streitpunkte in der Plenardebatte inhaltlich gekontert werden konnten. Gleichwohl reichten die vorgebrachten Sachargumente – wie auch mitunter in der ‚normalen‘ Politik – nicht, um die bereits feststehenden Meinungen aller Abgeordneten im Sinne der Klasse 10.3 zu ändern. Folglich konnte der Antrag nur in geänderter Form beschlossen werden. 

Dieser wird jedoch dann von dem Bildungsausschuss des Landtages aufgenommen, welcher die Klasse 10.3 noch einmal vor der Sommerpause zur Beratung einladen wird. Die Inhalte aus diesem anspruchsvollen parlamentarischen Rollenspiel zur politischen Bildung finden somit Eingang in die tatsächliche Politik der Landesregierung.

In Bezug auf die Hilda-SchülerInnen ist vor allem hervorzuheben, dass diese im Gesamten eine sehr gute Diskussionskultur an den Tag legten und auch nachdrücklich und leidenschaftlich zeigten, wie ein Eintreten für eigene Positionen zu erfolgen hat. So konnten die dem Sozialkundeunterricht als stete Ziele innewohnende Aspekte der Mündigkeit und Urteilsfähigkeit an diesem außerschulischen Lernort in besonderer Weise erreicht werden. Dass sich die Teilnahme hierbei definitiv gelohnt hat, ist allerdings abschließend nicht nur von den SchülerInnen rückgemeldet worden und von den beiden betreuenden Lehrkräften Herr Schreiber und Herr Krautkrämer zu bestätigen, sondern hat sich auch in der vielfach entgegengebrachten Wertschätzung der anwesenden Politiker dargelegt.

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