Querflöte spielen auf der Rolltreppe

Dort angekommen wurde die Umgebung bespielt, die Rolltreppe mit tollen lebenden Statuen bestückt, mal bedrohlich, mal überaus freundlich, sowie die Balustrade mit Gesichtern und Fratzen der AG-Mitglieder aus den Klassen 5 – 10 „verziert“. Und nicht zuletzt: Querflötenspiel zauberte wundersame Klänge in die Bücher- und Zeitschriftenwelt.

Neu war ein weiteres Element unserer Präsentation: eine Performance, entwickelt von Matthias Rebstock und frei nach John Cage: Theatre Piece. Diese setzte sich zusammen aus Körperetüden, musikalischen Etüden , u.a. mit Querflöte, Aktionen und Textteilen, die von den SchülerInnen alle selbst entwickelt wurden und auch etwas über sie erzählten.

Mutig waren sie, die „Großen und Kleinen“, auch körperlich „groß und klein“, und zeigten diese auch für sie selbst teilweise fremden, aber faszinierenden szenischen Elemente an verschiedenen Orten in der großen Bibliothek. Spagat, wunderschöne Querflötenklänge, sportliches Training waren ebenso zu bewundern wie Kopfstand, große Gelenkigkeit, Hampelmann oder die Texte, die u.a. Wünsche und Träume zum Ausdruck brachten, wie „ich würde sooo gerne zaubern können“ oder „wenn ich nur fließend Spanisch sprechen könnte“, „ich wäre sooo gerne unsichtbar“ etc. . Die Zuschauerzahl hielt sich in Grenzen, aber das Experiment war erfolgreich, denn Spaß und ein Zuwachs an Selbstvertrauen und spielerischen Fähigkeiten sind definitiv mit solch einer Erfahrung verbunden.

 

Ursula Hartmüller

Zurück